Perücke

Perücke

Das Stigma der Glatze bei einer (Brust-)krebserkrankung ist leider unumgänglich. Um sich als Frau in dieser extrem verletzlichen Zeit seines Lebens irgendwie ein Stück Normalität zurückholen zu können, gibt es heutzutage zum Glück eine große Auswahl an verschiedenen Perücken. Eine Perücke, die der Umwelt -und vielleicht auch der Patientin selbst- eine gewisse Normalität suggerieren kann, sollte aus hochwertigem Echthaar hergestellt worden sein. 

Das hat leider seinen Preis.

Vor Anprobe der Perücken ist es ratsam, sich an die eigene Krankenkasse zu wenden, um zu erfahren in welcher Höhe ein Zuschuss gewährt wird. Die Kostenübernahme der Krankenkassen ist sehr unterschiedlich. Von unter 200 € bis hin zur Erstattung des vollen Kaufpreises ist alles möglich.

Von den meisten Krankenkassen wird ein bestimmter Anteil der Kosten übernommen, so dass für das Wunschmodell schlussendlich nur ein Teilbetrag aus eigener Tasche finanziert werden muss. 

Eine qualitativ hochwertige Perücke kostet gerne 500 Euro und mehr -nach oben gibt es selbstredend kaum eine Begrenzung.

Meine Krankenkasse hatte einen Betrag von rund 300 Euro übernommen, während mein „Pfiffi“ beinahe 600 Euro kostete. Eine private Zuzahlung wird für die Perücke in jedem Fall fällig: für diese Art des „Hilfsmittels“ beträgt sie in der gesetzlichen Krankenversicherung 10 Prozent des Gesamtpreises; mindestens 5 Euro, maximal jedoch 10 Euro. Allerdings können in diesem Fall die gesamten 600 Euro in den oben genannten „außergewöhnlichen Belastungen“ angeführt werden.

Als ich nach der Therapie endlich wieder mein eigenes Haupthaar präsentieren konnte, habe ich die Perücke für immerhin 100 Euro bei Ebay Kleinanzeigen verkaufen können. Ich war ehrlich gesagt unglaublich froh und erleichtert, dass sie endlich wieder aus meinem Leben verschwand. Immerhin kaufte sie die Dame erst über ein Jahr nach dem Ende meiner Therapie.

close

Bald erhältlich!

Das Buch zum Blog krebsfroh:

"Mamma-Karzinom"