Brustkrebs in der Steuererklärung

Steuererklärung

Unabhängig von der Senkung der Belastungsgrenze um die Hälfte, können alle im Jahr geleisteten Zuzahlungen im Rahmen der Krebserkrankung
(und auch anderer medizinischen Kosten) in der Steuererklärung als „Ausgaben für Hilfsmittel und Heilmittel“ angeben werden. 

Hierdurch reduziert sich die zu entrichtende Steuerlast.

Denn private Aufwendungen sind in bestimmten Lebenssituationen als „außergewöhnliche Belastungen“ absetzbar: 

Krankheits-, Kur-, Pflege, Behinderungskosten und ähnliche. 

Die absetzbare Höhe ist unbegrenzt. 

Jeder Steuerpflichtige muss allerdings einen Anteil der Kosten selbst übernehmen. Es werden daher nur die Aufwendungen berücksichtigt, die eine individuell zumutbare Belastung übersteigen und die tatsächlich notwendig sind. 

Das Finanzamt wird die Höhe der Kosten automatisch um diese „zumutbare Belastung“ reduzieren.  Diese Belastung richtet sich nach der Höhe des Einkommens, der Anzahl der Kinder und dem Familienstand (§ 33 Abs. 3 EStG).

Was sind außergewöhnliche Belastungen(Auszug,§ 33 EStG)?

  • Pflege- und Betreuungsleistungen
  • Aufwendungen für Heimunterbringung
  • Krankheitskosten: Ausgaben für Hilfsmittel und
    Heilmittel, Kosten in Zusammenhang mit einer Schwangerschaft und der Geburt

Am besten sollten alle Rechnungen und belegbaren Kosten zusammengerechnet und in der Steuererklärung angegeben werden. Im Zweifelsfall wird das Finanzamt die Rechnungen als Nachweis verlangen und gegebenenfalls „falsche“ Posten problemlos kürzen.

Durch das Beantragen eines Schwerbehindertenausweises erhöhen sich die individuellen Freibeträge, was wiederrum die Steuerlast senkt. 

Je höher der Grad der Behinderung, umso höher wird der Freibetrag. 

Die Anträge werden je nach Bundesland an unterschiedlichen Stellen gestellt. 

In der Steuererklärung kann dieser Grad im „Mantelbogen“ eintragen werden. Hierdurch wird der Freibetrag vom zu versteuernden Einkommen abgezogen.

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