Untersuchungen zur Diagnose

Nachsorge Onkologie

Bis die Diagnose Brustkrebs bis ins Detail besteht, müssen eine Vielzahl an Untersuchungen durchgeführt werden.

Bildgebende Verfahren zur Diagnose

Bei Frauen unter 40 Jahren -mit meist vergleichsweise dichtem Brustgewebe- ist eine bildgebende Untersuchung die ersten Wahl bei einem Brustkrebsverdacht:

  • Die Sonografie (Ultraschalluntersuchung) der Brust kann erste Informationen liefern. Ist das Ergebnis eindeutig gutartig, ist eine Mammographie nicht notwendig 
  • Die Mammographie ist die Röntgenuntersuchung der Brust 
  • Die Magnetresonanzmammographie (MRT) mit Kontrastmittel wird als ergänzende Untersuchung genutzt, wenn die anderen Untersuchungen keine eindeutigen Ergebnisse bringen. Auch zur sogenannten „risikoadaptierten Früherkennung“ ist sie wichtig, beispielsweise als Untersuchung für Frauen mit familiärem Brustkrebsrisiko

Die (Stanz-) biopsie zur pathologischen Untersuchung des auffälligen Gewebes

Bei einer Stanzbiopsie führt der Arzt nach einer örtlichen Betäubung durch einen winzigen Hautschnitt eine Führungskanüle bis zum verdächtigen Bereich in die Brust. Durch diese Kanüle schießt eine Nadel und entnimmt Proben aus dem Gewebe.

Um möglichst viel Gewebe zu erhalten, wird ein Knoten mehrfach durchlöchert. Aus dieser kleinen Gewebeprobe lässt sich bereits die Beschaffenheit eines Tumors ablesen. 

Der Wächterlyphknoten (Sentinel)

Lymphknoten liegen auf den Lymphbahnen und dienen dort als Filter.

Wenn der Tumor sich über die Lymphbahnen ausbreitet, setzen sich die Krebszellen zunächst dort fest.

Die Wächterlymphknoten sind diejenigen, die dem Tumor am nächsten liegen. Die meisten Patientinnen haben etwa drei dieser Wächterlymphknoten. Es werden jedoch nicht unbedingt alle entfernt. Sie werden in einer Operation entnommen.

Vor der Operation:

Es wird eine radioaktive und/oder eine blau gefärbte Substanz in die Tumorregion gespritzt. Sie verteilt sich bis in den Achselbereich. So werden die Lymphknoten markiert, die dem Tumor am nächsten liegen.

Während der Operation:

Es werden mehrere Lymphknoten aus der Achsel entnommen. Diese werden geprüft, ob sich hierin Tumorabsiedlungen befinden. Eine erste Prüfung erfolgt oftmals direkt während der Operation. Die genaue Prüfung später in der Pathologie.

Mögliche Nebenwirkung der Sentinel-Operation: Das Lymphödem

Nach Entfernung des Sentinals und weiterer Lymphknoten in der Achselhöhle, haben etwa 30 Prozent der betroffenen Frauen Probleme in den Bereichen des Körpers, aus denen vorher Lymphe über die nun entfernten Lymphknoten transportiert wurde.

Es entsteht ein sogenanntes Lymphödem.

Meist treten sie bis circa sechs Monate nach dem operativen Eingriff auf. In seltenen Fällen zu einem späteren Zeitpunkt.

Es ist sinnvoll, mit der Physiotherapie ein bis zwei Tage nach der Brustoperation zu beginnen. Eine frühe Therapie kann Verkürzungen des Muskelgewebes oder Lymphstau  vorbeugen.

Sobald ein Muskel sich zusammenzieht, drückt er auch auf die Lymphgefäße. Aus ihnen fließt dadurch vermehrt Lymphflüssigkeit ab. Durch Kräftigungsübungen kann dieser Mechanismus aktiviert werden, so dass sie einen positiven Einfluss auf ein Lymphödem haben können.

Das Knochenszintigramm: Bestimmung von Metastasen in den Knochen

Vor der Untersuchung erhält man ein schwach radioaktives Arzneimittel gespritzt, ein sogenanntes Radiopharmakon. Das Radiopharmakon bleibt nicht im Körper: Es zerfällt und setzt dabei Strahlung frei, sogenannte Gammastrahlen. Mit einer speziellen Gamma-Kamera kann diese Strahlung aufgenommen werden. Ein Computer berechnet daraus Bilder. Da krankes Gewebe, Tumore oder Metastasen Radionuklide oft anders speichern als gesundes Gewebe, lassen sie sich auf den Bildern gut abgrenzen.

Durchführung

Bei den eigentlichen Aufnahmen liegt man auf einer Liege unter der Aufnahmeeinheit. Die Geräte selbst sind offen, man muss also nicht in eine “Röhre”. Von den Vorgängen im Körper spürt man nichts, die Untersuchung selbst verursacht keine Schmerzen.

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